Entwicklungshilfe unter Strom: Die Solaranlage für Ho Lu

Unberechenbar und extrem veränderlich ist das Wetter, und damit auch die Lebensbedingungen für die Menschen von Ho Lu, einem kleinen Bergdorf im Norden Vietnams. Weitab von weiteren Siedlungen gelegen liegen hier in 2760 m Höhe 31 Häuser und eine Schule, leben Familien ... ohne elektrische Energie.



Was das für die Haushaltung und die Lebensqualität bedeutet können wir uns hier gar nicht vorstellen, denn bei uns kommt ja der Strom „aus der Steckdose“. Die gemeinsame Initiative von ELEKTRIKER OHNE GRENZEN, DECEN sowie NATURE POWER entwickelte den erhellenden Gedanken: Eine Solaranlage für eine autarke Energieversorgung muss her – nur wie? Die nötige Dimension dieser Anlage war schnell ermittelt und auch das notwendige Material konnte in Bao Lac, einer weit ab gelegenen Stadt organisiert, bzw. angefertigt werden. Doch das fiel sprichwörtlich ins Gewicht: Freileitungsmasten, 620 kg Kabel, 44 Solarmodule á 23 kg, 20 Batterien á 74 kg, Blechteile und Schaltschränke, sowie sackweise Zement für Fundamente.



Bei der Beschaffung hat sich die Margarete Müller-Bull Stiftung gerne finanziell beteiligt. Das alles aber nach Ho Lu zu schaffen war nur durch Eigenleistung der Bewohner zu bewältigen, denn alles musste über enge und steile Pfade nach oben geschleppt werden.



Ein mühsames Unterfangen, bei dem selbst die Kinder „tragende Rollen“ übernahmen. Auch beim Bau der Anlage halfen alle zusammen, Felsen wurden zu Steinmehl für den Zement gemahlen, Fundamente errichtet, die Anlage installiert und alle Häuser über die Freileitung angeschlossen. Auch die Kühltruhe für die Schule – eine Spende der Elektriker – begann zu summen, als mit der Inbetriebnahme der Anlage Groß und Klein aus Ho Lu ihr FEST DES ERSTEN LICHTS feierten.

 

 

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